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Bieler Philosophietage 2009 - Schlussbericht

Biel, 15. November 2009. Gegen 400 Personen haben die fünften Bieler Philosophietage besucht, die vom 13. bis 15. November in der Seelandmetropole stattgefunden haben. Referate, Diskussionen und verschiedene kulturelle Anlässe ermöglichten das Nachdenken über die Frage „Wo wohne ich?“. Erstmals nahmen dabei deutsch- und französischsprachige Veranstaltungen einen gleich grossen Raum ein.

Menschen brauchen Lebensräume – doch wie sehen diese aus und wie kann man sie gestalten? Zu diesen und anderen Fragen haben in Biel anlässlich der 5. Bieler Philosophietage gegen 400 Personen in unterschiedlichsten Veranstaltungen diskutiert. So war der Freitag dem Film gewidmet. Der französischsprachige Film „Home“ der jungen Schweizer Regisseurin Ursula Meier führte drastisch vor Augen, wie innere und äussere Lebensräume von Menschen zerstört werden können und lancierte damit die Debatte. Frédéric Maire, der Direktor der Cinémathèque Suisse, führte in den Film ein und beantwortete danach die Fragen des Publikums. Rund 90 Personen waren anwesend.

Der Samstag begann mit Vorträgen renommierter Philosophinnen und Philosophen. Erstmals wurde dabei der deutsch- und französischsprachige Teil parallel geführt. Im Stadttheater Biel versammelten sich über 180 Menschen zu den engagierten Referaten von Annemarie Pieper aus Basel, Günter Figal aus Freiburg im Breisgau und Hans-Martin Schönherr-Mann aus München. Im Théâtre de Poche sprachen die Bieler Philosophin Mireille Lévy und der bekannte Soziologe und Ethnologe Bernard Crettaz. Die Vorträge wurden ergänzt mit Texte des Wallisers Maurice Chappaz, vorgetragen von Marianne Finazzi. Gegen 40 Personen waren dort präsent. In den von über 100 Personen gut besuchten Ateliers am Nachmittag wurden die Vorträge dann in Diskussionen mit dem Publikum vertieft. Am Abend besuchten im Stadttheater Biel über 200 Personen die Aufführung des Schauspiels „Die Odyssee“. Gegen 60 Personen blieben bis spät in den Abend und diskutierten danach mit den Schauspielern und der Regisseurin über das Stück. Am Sonntag endete die Veranstaltung mit einem „philosophischen Sonntagsspaziergang" durch die Bieler Altstadt, der von 70 Personen besucht wurde.

Die Bieler Philosophietage finden seit 2001 alle zwei Jahre statt. Diese zweisprachige Veranstaltung mit nationaler Ausrichtung ist in ein weites Netz unterstützender Organisationen eingebunden. Sie werden unter anderem von der Stadt Biel, dem Kanton Bern, der Stiftung Vinetum, der Stiftung Landschaftsschutz und mehreren kulturellen Organisationen der Stadt Biel unterstützt. 2011 sollen die 6. Bieler Philosophietage stattfinden. 

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