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Ateliers - Samstag 16. November, nachmittag 14:30 - 16:00

Ort: Eidg. Hochschule für Sport, Magglingen

Atelier 6     Atelier 7     Atelier 8     Atelier 9     Atelier 10

 

Atelier 6 (bilingue): Vor lauter Daten siehst du den Menschen nicht

Ein Atelier mit Rolphe Fehlmann & Heinz Salvisberg​​

Sokrates brachte die Philosophie in die Gassen der Stadt Athen und machte sie so für alle Bewohner und Bewohnerinnen zugänglich, wobei es ihm darum ging, eingefleischte Vorurteile abzubauen: Er lehrte, schonungslos alles zu hinterfragen. Die Texte von Platon zeigen, dass die Teilnehmenden an kritischen Gesprächen, nicht nur mit Sokrates, bereichert nach Hause gehen. In diesem Sinne möchten wir, Rolphe Fehlmann und Heinz Salvisberg, Sie einladen, über Quantifizierung, Sinn und Zweck oder Unsinn und Zwecklosigkeit von Vermessungen, zu disputieren. Wir werden einen kurzen Einstieg präsentieren, in dem wir extreme Positionen einander gegenüber stellen, um dadurch eine Grundlage oder ein Vokabular zu schaffen, auf der oder dem die Diskussion einsetzen könnte. Von Physik, Mathematik und Philosophie her sind wir beide in der Lage, das Thema einführen zu können; andererseits sind wir gespannt auf Ansichten und Argumente, die wir nicht oder kaum bedenken.

Texte zur Einstimmung deutsch: Text-1, Text-2

 

Atelier 7 (d): Mensch und Technik im Sport - vom Cybathlon zu Human Enhancement

Susanne Brauer, Silke Pan und Roland Sigrist im Gespräch. Moderation: Markus Christen​​

Human Enhancement – die Idee der künstlichen Verbesserung des Menschen – hat im Sport seine bislang wohl deutlichste Ausprägung gefunden. Weil im Sport der direkte Vergleich von Leistungen im Vordergrund steht, haben auch leichte Veränderungen der Leistungsfähigkeit grosse Auswirkungen. Zunehmend beginnt dabei die Grenze zwischen technischem Ertsatz von Körperfunktionen und technischer Verbesserung zu verwischen. Oscar Pistorius bekam beispielsweise bereits 2008 vom Internationalen Sportgerichtshof das Recht zugesprochen, mit Prothesen als Läufer bei den regulären Olympischen Spielen anzutreten. Dies entfachte eine Debatte darüber, ob Prothesen leistungsfähiger als normale Gliedmassen sind und wie man sportlich fair damit umgeht. Es stellen sich Fragen wie: Hat Sport nicht schon immer die konsequente Verbesserung des menschlichen Körpers zum Ziel? Wurde dazu nicht immer schon konsequent Technologie angewendet? In diesem Atelier soll das Verhältnis von Sport, Körper, Technologie und Enhancement diskutiert werden. Dazu werden Cybathlon-Geschäftsleiter Roland Sigrist, die Handbike-Athletin und Exoskeleton-Nutzerin Silke Pan und die Ethikerin Susanne Brauer zusammen mit dem Publikum in einen Diskurs treten.

 

Atelier 8 (f): eSports

Des personnes du Lausanne Game Lab en discussion : David Javet, Romain Altenbach, Yannick Rochat. Modération: Adrien Bordone​

Trois axes principaux sont ressortis de mes discussions avec les membres du Lausanne Game Lab. Tout d’abord, l’analyse des représentations dans les jeux vidéos : comment celles-ci nourrissent-elles l’imaginaire collectif, créent de nouvelles formes d’identifications, émergent le joueur dans un environnement virtuel où il se crée lui-même un personnage. Comme dans l’analyse plus traditionnelle des représentations au cinéma, nous pourrions organiser une présentation sur ces questions là et voir également comment la représentation que l’on se fait du joueur (souvent connotée négativement) influence notre appréhension de celui-ci. On aurait plutôt tendance à séparer sport et jeux vidéo, à concevoir le joueur comme un « geek » ou un « nerd » paresseux, alors qu’il s’agit, dans ce milieu, de tenter de légitimer le statut du joueur/sportif professionnel. Ensuite, et lié à cette première piste sur les représentations, émerge la question du rapport entre hygiène de vie et sport électronique. Comment mener une vie « saine » lorsque l’on joue 14h par jour à l’ordinateur ? Comment une véritable discipline sportive est-elle possible dans ce cadre ? L’hygiène de vie requise par le sport « traditionnel » est-elle transposable au sport électronique ? Enfin, nous pourrions avoir les témoignages de Romain (ancien joueur professionnel de Stacraft II) qui connaît bien le milieu et sait « de l’intérieur » les défis auxquels sont confrontés les sportifs/joueurs. Au-delà d’une analyse plus théorique des représentations, des phénomènes d’immersion et d’identification, il pourrait être intéressant d’avoir un témoignage et de découvrir ce monde mal connu – mais qui pèse de plus en plus lourd aux niveaux culturels et économiques.

 

Atelier 9 (bilingue): Sport und Politik

Matthias Remund im Gespräch mit Walter Mengisen & Anne Renaud​​

Trägt Sportförderung zu einem guten Leben bei? Ist mit Sporttreiben gesund bleiben verbunden und verhilft damit zu einem guten Leben? Welche Rolle soll der Staat dabei spielen? Trägt Sport zu Lösung gesellschaftlicher Probleme bei oder verstärkt er sie noch? Aktiv Sport zu betreiben gehört heute quasi zur Pflicht einer guten Bürgerin oder Bürgers? Versinkt der Sport und im speziellen der Spitzensport nicht langsam im Sumpf von Korruption und Doping? Solche und weitere Fragen sollen unter Einbezug des Publikums vertieft diskutiert werden.

 

Atelier 10 (bilingue): Der Körper als Instrument – Bewegung durch sinnliches Verweben

Ein Atelier mit Susanne Mueller Nelson. Moderation: Gauthier de Salis & Françoise Verrey Bass​

Anhand von praktischen Beispielen gehen wir in diesem Atelier der Frage nach, was es bedeutet, den Körper als Instrument zu begreifen. Die Wahrnehmung und das sinnliche Verweben stehen dabei im Zentrum. Wie kann Wahrnehmung Zugang zum eigenen Erleben schaffen? Als Basis für Kreativität dienen? Das Selbstbild erweitern? Kommunikation ermöglichen? Einen wertefreien Umgang mit sich, den anderen und der Umwelt fördern? Was bedeutet ein wahrnehmungsbasierter Umgang mit dem Körper und der Bewegung für das Lernen? Inwiefern hinterfragt oder unterstützt ein solcher den Anspruch nach Leistung resp. Virtuosität? Was für eine Rolle spielt die Neugier und wie wecke ich sie