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Ateliers - Samedi 18 Novembre, après-midi

Lieu: Wyttenbachhaus

Die Welt zum Singen bringen – Möglichkeiten und Grenzen weltweiter Resonanz (14:00 - 15:30)

Ursula Renz und Hartmut Rosa im Gespräch mit Angelica Baum und Markus Waldvogel

«Die Welt zum Singen bringen» – eine Anspielung auf den romantischen Dichter Eichendorff – bedeutet bei Rosa der Entfremdung, dem Alltagsbewältigungsverzweiflungsmodus zu entfliehen. Er schreibt: «Wir können an der Qualität unserer Weltbeziehung noch heute zu arbeiten beginnen; individuell am Subjektpol dieser Beziehung, gemeinsam und politisch am Weltpol.» Ursula Renz hat auf die Frage, ob Selbsterkenntnis möglich sei, ohne dass man ein «wir» mitdenke, geantwortet: «Ohne es explizit mitzudenken sicher. Aber natürlich bin ich diejenige, die ich bin, immer auch dank der Gemeinschaften, denen ich angehöre. Dazu kommt, dass Gesellschaft eine wesentliche Rolle spielt bei der Konstitution der Bedeutung jener Begriffe, mithilfe derer ich mich beschreibe.» Wer also arbeitet an der Resonanz? Wie ist ein Wir mit dem Ich verbunden? Was sagt ein Mensch eigentlich, wenn er Ich sagt? Wir freuen uns auf Argumente und Gedanken zu diesen Fragen!

 

Justice, sphère privée et genre (14:00 - 15:30)

Alain Renaut et Marie-Pauline Chartron en discussion avec Marc-André Weber et Gauthier de Salis

Dans quelle mesure peut-on exiger de moi que je produise publiquement ce qui définit mon identité ? Quelles limites peut-on opposer à l’examen par la société des conditions de justice ? Peut-on protéger la justice et la sphère privée sans tensions ? Doit-on négliger, ou au contraire prendre en compte le genre d’une personne pour la traiter en toute justice ?... Autant de questions qui nous interpellent quant aux rapports entre genre, sphère privée et justice, interrogation qui sera au coeur d’une rencontre réunissant d’une part Marie-Pauline Chartron et Alain Renaut, coauteurs récents d’une oeuvre de refondation de la philosophie politique contemporaine qui, comme le dit son titre, est centrée sur la question des « inégalités entre globalisation et particularisation », et d’autre part Marc-André Weber, auteur d’une récente thèse sur « la distinction public-privé » qui compte comme jalon essentiel pour penser cette distinction fort ancienne à l’évidence si trompeuse.

 

Das «digitale Wir» erschaffen (16:00 - 17:30)

Adrienne Fichter und Adrian Rauchfleisch im Gespräch mit Markus Christen

Digitale Technologien sind heute zentrale Mediatoren der Schaffung von «wir»: Menschen verknüpfen sich mittels Sozialen Netzwerken, kreieren (falsche) Identitäten, organisieren sich auf dem Internet, vereinen sich in «shitstorms» gegen Dritte. Die Bildung eines solchen «digitalen Wir» soll in diesem Atelier genauer unter die Lupe genommen werden – insbesondere im Hinblick auf die Konsequenzen für unsere Demokratie. Dazu diskutieren die Journalistin und Politologin Adrienne Fichter und der Medienforscher Adrian Rauchfleisch mit Markus Christen, dem Geschäftsführer der «Digital Society Initiative» der Universität Zürich, und dem Publikum.

 

Das «Wir» der Paraden (16:00 - 17:30)

Yann Laville, Thomas Giudici im Gespräch mit Rolphe Fehlmann und Heinz Salvisberg (d, f)

Wie kommt ein Wir zustande? Entsteht eines durch gemeinsames Tun? Segnet uns Fasnacht mit einem Wir? Eine Band oder eine Tanzgruppe? Finden wir eines als Publikum an Festivals, im Umkreis von Paraden, in einem Club, als Mitglied einer Gruppe Hooligans? Schafft ein Wir auch Identität? Was sind die Zwecke gemeinsamer Exhibition und/oder gemeinsamer Intimität (In-Teamität)? Inwiefern spielen Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Persönlichkeit motivierend mit? In einem Atelier möchten wir diesen Fragen nachgehen. Wir werden uns auf Fallbeispiele beschränken müssen, die sich im Verlauf des Gesprächs ergeben. Begleiten soll uns auch die Frage: Welche neuen Beziehungen gehen Ich und Wir ein? Globalisierung verwischt traditionelle Formen von Gemeinsamkeit. Tourismus bietet einstiges Brauchtum als Event an. Extremismus beruft sich auf nie Dagewesenes. Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung wird das Publikum zur Diskussion aufgefordert. Yann Laville wird ausschliesslich französisch sprechen.