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Der Sport als philosophische Herausforderung

Was ist Sport? Eine Quelle des Wohlbefindens, eine Domäne menschlicher Spitzenleistungen, eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, ein Multi-Milliarden-Geschäft oder ein raffinierter Mix von allem? Im Sport finden sich zentrale, widersprüchliche Fragen des Menschseins und der Organisation einer Gesellschaft: Sportlichkeit ist ein moralisches Ideal und gleichzeitig führt der sportliche Wettbewerb oft zu schwierigen identitären, gruppenspezifischen Tendenzen und Ausgrenzungen. Der Erfolg von Nationen wird an sportlichen Siegen gemessen und ebenso soll Sport völkerverbindend sein. Manche Sportler werden zudem Multimillionäre, während andere unabhängig von ihren Leistungen kaum etwas davon haben. Die «gesunden» Sportler/innen beenden ihre Karrieren nicht selten in mehr als nur lädierten Körpern und auffällig viele ehemalige Leader einer Sportart werden Opfer von Alkohol und anderen Drogen. Ja, was ist Sport «eigentlich»?

Die zehnten Bieler Philosophietage nähern sich dem Phänomen «Sport» aus zahlreichen Richtungen. Sie arbeiten dafür eng mit der Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen zusammen; dies auch anlässlich des 75-jährigen Jubiläums dieser nationalen Hochschule. Am Hauptanlass stellen sich Referentinnen und Referenten der Frage, ob und wie Sport zum guten Leben beiträgt und welche anthropologischen, ethischen, politischen, und sozialen Merkmale den Sport auszeichnen. Auftreten werden auch bekannte Sportlerinnen und Sportler sowie Expert/innen aus dem Bereich des Sports. Der bilingue «philosophy slam», eine zusammen mit dem Filmpodium geplante Reihe zum Thema «Sport im Film» sowie der Einbezug von Kunstschaffenden ergänzen das vielfältige Programm der 10. Bieler Philosophietage