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Über das Innen und Aussen von Grenzen

Im Sport, in der Politik, Kultur, in den Wissenschaften, der Philosophie und den Religionen wird in vielfältiger Weise vom «Wir» gesprochen. Wer ist dieses «Wir»?  Woher kommt ein «Wir»? Wie entwickelt es sich? Welche Rolle übernimmt ein «Wir»?

Das «Wir-Denken» gehört zum menschlichen Zusammenleben wie «die Luft zum Atmen». Ein «Wir» bedeutet für den einzelnen Menschen dazuzugehören, es kann Kräfte freimachen, Ideen und Strategien verstärken, zu Geborgenheit führen und Sicherheit vermitteln. «Wir» bedeutet aber auch sich von dem, was nicht «Nicht-Wir» ist, abzugrenzen. Sind wir Mac- oder PC-User, EHCB oder SCB-Fans, Konservative oder Progressive, Gläubige oder Atheisten? Hören wir Appenzeller Streichmusik, Griots oder 12-Ton Musik? Sind wir Avantgarde oder Bewahrer, aufgebrochen oder klassisch? Und: Wo setzen wir Grenzen? Mit welchen Argumenten, mit welchem «Recht»?

An den 9. Bieler Philosophietagen sollen vielfältige Aspekte des «Wir» zur Sprache kommen, wie z.B. psychologische (Wie viel „Wir“ brauche ich?), kulturelle (in Büchern, Filmen, in der Musik und in Theaterstücken), gesellschaftlich-ethische („Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“), politisch-philosophische (Welche Werte vertreten wir?) und sprachphilosophische («Worüber wir nicht sprechen wollen, schweigen wir»). Diese Fragen werden in Form von Referaten, Diskussionen, Workshops und künstlerischen Projekten angegangen.

Die Bieler Philosophietage richten sich wie immer an interessierte Laien. Sie arbeiten mit dem Filmpodium, dem Theater Orchester Biel Solothurn, SRF 2 (Philosophie-Slam / Sternstunde Philosophie), der Nacht der 1000 Fragen, den Landeskirchen und der Literarischen Biel zusammen.